Richtiges Heizen

Die Raumheizung verbraucht die meiste Energie im Haushalt, je nach Gebäude und Dämmung zwischen 50 und 80 Prozent. Die meiste Energie und damit auch das meiste Geld kann hier eingespart werden.

Behaglich warm empfinden wir Innenräume dann, wenn die Temperatur der uns umgebenden Wandflächen und die Raumlufttemperatur zusammen unsere Körpertemperatur ergeben.

In Wohnungen können Sie vor allem im Bereich der Regelung der Raumtemperatur selbst schnell und wirksam energiesparend aktiv werden. Welche Zimmertemperatur die „richtige“ ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie körperliche Aktivitäten, Alter, Bekleidung oder auch Ernährung ab.

Und das können Sie tun:

  • Dichten Sie Fenster und Türen mit Hohlprofil-Dichtungsstreifen ab. Wenn Sie ein dünnes Papier (z. B. Seidenpapier) bei geschlossenem Fenster herausziehen können, sollten die Dichtungen erneuert bzw. die Fensterbeschläge wieder eingestellt werden.
  • Warten Sie Ihre Heizung regelmäßig. Damit können Sie Ausfällen vorbeugen, Zeit, Geld und bis zu 20 Prozent Energie einsparen.
  • Regelgeräte helfen die Temperaturen in den einzelnen Zimmern zu dosieren und zu kontrollieren. Thermostatventile sind direkt am Heizkörper angebracht und können bei richtiger Einstellung 10 bis 15 Prozent Ihrer Heizkosten sparen. Mit Hilfe von Raumreglern und Zeitschaltuhren kann die Heizung Ihre Lebensgewohnheiten und damit den individuellen Heizbedarf berücksichtigen.
  • Entlüften der Heizung – zweimal jährlich! Wenn Ihr Heizkörper „gluckst“, ist es höchste Zeit. Es bedeutet, dass der Heizkörper nicht vollständig von warmem Wasser durchflossen wird und damit die Wärmeabgabe reduziert ist.
  • Vorlauftemperatur – oft zu hoch. Bei alten Heizungen ist die Vorlauftemperatur oft zu hoch eingestellt. Dies führt zu oftmaligem Aufheizen und damit zu hohem Energieverbrauch. Vor allem in der Übergangszeit reichen geringere Vorlauftemperaturen.
  • Warmes Zimmer – kaltes Zimmer? Halten Sie die Türen zwischen Zimmern mit unterschiedlicher Raumtemperatur geschlossen.
  • Lüften: In der kalten Jahreszeit hat richtiges Lüften viele Vorteile. Sie sparen Heizkosten und können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, da weniger Energie zum Heizen weniger Emissionen von Kohlendioxid(CO2) bedeutet.
  • Richtiges Lüften:Wenn Sie Ihre Fenster ständig gekippt und die Heizung aufgedreht haben, verschwenden Sie Energie. Energiesparend lüften Sie am besten durch kurzes vollständiges Öffnen der Fenster (Stoßlüften). Dabei wird wärmere, weiter oben liegende Luft durch kältere unten einströmende Luft ersetzt. Das bedeutet einen Wechsel zwischen sauerstoffarmer und feuchter Luft des Raumes mit sauerstoffreicher und trockener Luft aus dem Freien. Durch richtiges Lüften, nur wenige Minuten, wird das Auskühlen von Wänden und Fußböden verhindert. Die gespeicherte Wärme bleibt fast vollständig erhalten. Es stellt sich nach kurzer Zeit die ursprünglich empfundene Raumtemperatur wieder ein.
  • Heizkörper als Wäschetrockner? Nein, dadurch gehen bis zu 40 Prozent Energie verloren.
  • Heizkörperverkleidungen vermeiden! Verbaute, verstellte (z. B. Möbel) oder durch lange Vorhänge verdeckte Heizkörper geben weniger Wärme ab. Vorhänge zur Seite binden oder kürzen. Aber: Ziehen Sie die Vorhänge in der Nacht zu, der entstehende Luftpolster zwischen Vorhang und Fenster verringert die Wärmeverluste.
  • Schließen Sie über Nacht die Rollläden. Die meiste Wärme entweicht über Glasflächen und Fensterfugen.

Tipp: 1 Grad Celsius Energie weniger erspart rund 6 Prozent Heizenergie im Winter! Ein Wollpullover bringt im Vergleich zu einem T-Shirt 25 Prozent Heizenergieersparnis

Heizen Sie richtig?

Jeder muss für sich selbst herausfinden, bei welcher Temperatur er sich wohl fühlt. Es gibt jedoch Richtwerte, die sich bewährt haben:

  • Wohnräume: 20 bis 22° C
  • Küche, Schlafzimmer: 18 bis 20° C
  • Kinderzimmer: 20 bis 21° C
  • Badezimmer: 20 bis 24° C
  • Vorzimmer: 15 bis 16° C

Tag- und Nachttemperatur sollten nicht mehr als 3 Grad auseinander liegen. Die gespeicherte Wohnungswärme reicht aus. Einsparungen bis zu 20 Prozent während der Nachtzeit sind möglich. Bei längerer Abwesenheit, z. B. Urlaub, kann die Heizung in der gesamten Wohnung auf 15 bis 16° C abgesenkt werden. Ist im Schlafzimmer die Temperatur abgesenkt, dann auch vor dem Schlafengehen nicht warme Luft aus Nebenräumen reinlassen: Tür zu! Mit kühlem Kopf schläft es sich nicht nur besser, eindringende feuchte Warmluft kondensiert an den kälteren Wänden und Möbeln des Schlafzimmers und kann dort zu Stockflecken und sogar Schimmelpilz führen. Um Ihre Wohnung energiesparend zu beheizen, müssen Sie auch auf Ihr Lüftungsverhalten achten!


VERTRAGSFORM
VERFÜGBARKEIT
 

Linkes Untermenü