Spatenstich für das neue Jugend am Werk Ausbildungszentrum Liezen

LH Mag. Franz Voves nahm am 01.07.2010 den Spatenstich für den Neubau des Jugend am Werk Ausbildungszentrums & Tageswerkstätten in Liezen vor. Im Auftrag von Jugend am Werk errichtet die Siedlungsgenossenschaft Ennstal in der Selzthalerstraße 13 auf rund 2.000 m² moderne (Lehr)werkstätten sowie Seminarräume. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3 Mio. Euro, die Fertigstellung ist für 2011 geplant.

Bgm. Mag. Rudolf Hakel, der diesen Tag nicht nur als „Feiertag für Jugend am Werk, sondern auch als ein historisches Ereignis für die Stadt Liezen bezeichnete“, sieht in der Schaffung des neuen Gebäudes eine enorme Aufwertung für den Bildungsstandort Liezen und freute sich mit der Zweigstellenleiterin Elfriede Aster über die Realisierung des Projektes. Hakel: „Es ist schön, dass es Jugend am Werk in so kurzer Zeit gelungen ist, dieses große Vorhaben zu finanzieren.“ Auch die Stv. AMS-Geschäftsstellenleiterin Mag.a Sylvia Mandl gratulierte und würdigte die langjährige, gute Zusammenarbeit: „Jugend am Werk Liezen hat die höchste Vermittlungsquote in der gesamten Steiermark.“

Unter einem Dach.

Das neue Haus wird auf zwei Etagen zahlreiche Angebote und Maßnahmen, die derzeit noch auf drei Standorte verteilt sind, an einem bündeln. Das Projekt, das im Rahmen der steiermarkweiten Jugend am Werk-Bauoffensive realisiert wird, kostet rund 3 Millionen Euro – laut der JaW-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.in Anna Rieder gut investiertes Geld, da man auch die entsprechenden modernen Rahmenbedingungen bereitstellen müsse, um weiterhin gute Arbeit leisten zu können. Das nicht mehr zeitgemäße Haupthaus in der Döllacher Straße wird nach der planmäßigen Fertigstellung im Herbst 2011 nach über 50 Jahren geschlossen.

LH Mag. Voves, der im Rahmen seines Bezirkstages zum Spatenstich angereist war, meinte in seinen Grußworten: „Was eine humane und menschliche Gesellschaft auszeichnet ist die Art, wie man mit Menschen mit Handicap umgeht und wie man der heutigen Jugend in Sachen Ausbildung und Job zur Seite steht.“ Die Arbeit von Jugend am Werk sei wichtig, um Menschen, die es nicht leicht hätten, ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, so Voves weiter.

Neue Chancen durch Berufliche Integration

Das Ausbildungszentrum Liezen bildet in Zusammenarbeit mit dem AMS und dem Land Steiermark mehr als 200 Jugendliche mit dem Ziel der beruflichen Orientierung, Vorbereitung und Qualifikation aus. Ziel ist es, jungen Menschen mit Lernschwierigkeiten/Lehrstellensuchenden eine theoretische und praktische Grundausbildung bzw. Lehrausbildung zukommen zu lassen. Darüber hinaus werden Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung in Tageswerkstätten angeleitet, nützliche Fertigkeiten zu entwickeln und neue berufliche Perspektiven zu entdecken.

Jugend am Werk zählt zu den größten Sozialdienstleistungsorganisationen der Steiermark. Rund 640 MitarbeiterInnen setzen sich an über 50 Standorten dafür ein, gemeinsam mit den KundInnen Lebensperspektiven in der Behindertenhilfe, Jugendwohlfahrt sowie Ausbildung und Beschäftigung von jungen Menschen zu entwickeln. Weiterführende Informationen zu Jugend am Werk: www.jaw.or.at.

Grundstücksfläche: 7.549 m2

Verbaute Fläche (netto): 2.210 m2

Investitionskosten: ca. 3 Millionen Euro

Geplante Fertigstellung: Herbst 2011

  • Ausbildungszentrum: Ca. 200 Jugendliche in den Maßnahmen IBA, ÜBA Typ A, ÜBA Typ B, sowie in der Berufsorientierung.
  • Werkstätten nach dem Steirischen Behindertenhilfegesetz: 42 bescheidete KundInnen
  • 38 MitarbeiterInnen

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