wohnbaugruppe.at - Fünf Wohnbauträger unter einem Dach. Das Wohnportal der Wohnbaugruppe ennstal.

Ergebnis Architektenwettbewerb: Waagner-Biro-Straße, Graz

Der Auslober, die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft ENW hat in Kooperation mit der ÖWG Mitte 2010 einen österreichweit offenen städtebaulichen Wettbewerb für eine Wohnbebauung im Grazer Westen, zwischen der Waagner-Biro-Straße und der Alten Poststraße gestartet. 70 Architekturbüros aus ganz Österreich haben sich in der ersten Stufe an diesem Verfahren beteiligt.

Der Grazer Westen befindet sich ja seit Längerem in einer Umbruchphase, wobei durch den geringeren Platzbedarf der Industrien große Bereiche für eine neue Nutzung zur Verfügung stehen. Die sich laufend verbessernde Infrastruktur trägt dazu bei, dass der Grazer Westen ein aufstrebender Stadtteil mit viel Zukunftspotenzial ist.

Herausforderungen des Grundstücks waren u.a. die noch bestehende nahe liegende Industrienutzung und das Ziel in dieser Umgebung ein innovatives urbanes Milieu zu erzeugen.

Mit mehr als 500 Wohnungen, einer Kinderbetreuungseinrichtung, Gewerbe- und Büroflächen zählt das Projekt neben Reininghaus zu den größten Stadtentwicklungsaufgaben in den nächsten Jahren.

In einer 2-tägigen Sitzung des Preisgerichtes im Oktober 2010 wurden 10 Projekte ausgewählt und mit konkreten Aufträgen in eine 2. Runde gesandt. Schlussendlich wurde mit einer abermaligen Überarbeitung von 4 Projekten in der Endauswahl Anfang März dieses Jahres das Projekt der HoG Architektur ZT GmbH, Martin Emmerer, Hansjörg Luser, Clemens Luser aus Graz zum städtebaulichen Leitprojekt gekürt.

Das Leitprojekt bildet eine großstädtische Form zum Thema „Wohnen im Park“. Durch die Anordnung von 2 zwei Blöcken mit großzügigen Innenhöfen gelingt es die Grünflächen zu maximieren und eine entschiedene Antwort auf die unterschiedliche Nachbarschaft und die zentrale Lage in der Stadt zu geben.

Der geplante Park stiftet einerseits durch seine Großzügigkeit eine klare Identität, reagiert aber gleichzeitig auf die unterschiedlichen Orte und bildet so eine Vielzahl von Nischen, die unterschiedlichste Funktionen aufnehmen können. Das weitgehendst wohnungsfreie und stark öffentlich durchzogene Erdgeschoss schafft eine offene Verzahnung von Innen-Außen-Beziehungen, eine große Freiheit in der Wegeführung und kreiert eine großzügige durchgehende Landschaft.

Eine öffentliche Durchwegung von Ost nach West ermöglicht eine Querung für Fußgänger und Radfahrer von der Waagner-Biro-Straße zur Alten Poststraße mit all ihren öffentlichen Einrichtungen und Versorgungseinrichtungen wie Schule, Lebensmittelmärkte, aber auch eine kurze Wegverbindung zur Haltestelle der Linie 1.

Mit der künftigen Verlängerung des Nordtunnels wird es weiters eine attraktive und kurze Verbindung von der Waagner-Biro-Straße direkt zum Hauptbahnhof geben.

Die Anlage soll mit Wohnbauförderungsmitteln in vier Bauabschnitten ab 2012 errichtet werden.