Kleine Geste, große Wirkung: Warum Grüßen so wichtig ist

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, seine Nachbarin oder seinen Nachbarn zu grüßen – möchte man meinen. Dennoch kommt das Thema laufend in Gesprächen mit Bewohnern und bei fast jeder Mediation zur Sprache, wundert sich Magdalena Liebethat von der Siedlungsbetreuung der Wohnbaugruppe ENNSTAL.

Für manche mag es selbstverständlich sein, sich bei einem Umzug seinen Nachbarn vorzustellen. Doch genauso wie das Grüßen, wenn man in der Wohnsiedlung einem Anwohner begegnet, ist es heute offenbar zur Seltenheit geworden, vermutet Magdalena Liebthat, die für die Siedlungsbetreuung bei der Wohnbaugruppe ENNSTAL verantwortlich zeichnet. „Grüßen ist in fast allen Mediationen ein Thema“, betont sie. „Dabei kann ich diese kleinen Höflichkeiten nur empfehlen“, betont.

 

Grüßen fördert das Miteinander

„Geht zu euren Nachbarn und stellt euch vor!“, rät sie mit Nachdruck. „Sich vorstellen ist ein großer Schritt in Richtung einer guten Nachbarschaft –  es gibt beiden Sicherheit.“ So hat man auch im Falle des Falles gleich eine ganz andere Gesprächsbasis. Auch ein freundlicher Gruß fördert dieses Miteinander, denn letztlich ist ein gutes Einvernehmen mit seiner Nachbarschaft ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

 

Erstes Kennenlernen

Manche hätten durchaus gerne Kontakt zu ihren Nachbarn, haben aber eine Hemmschwelle und gehen lieber grußlos vorbei. Das wird vom Gegenüber wiederum als Desinteresse oder gar Unhöflichkeit interpretiert – so entstehen in kürzester Zeit völlig grundlos erste „Anfeindungen“. Mit einem ersten Kennenlernen ließe sich das vermeiden.

 

Konflikte vermeiden

Nicht selten beruhen Nachbarschaftskonflikte also – vorallem im interkulturellen Bereich – auf Missverständnissen, weil die Menschen nicht miteinander reden. Dabei könnten die meisten Konflikte durch das freundliche Ansprechen der Probleme, basierend auf einem grundlegend guten Verhältnis zu den Nachbarn, vermieden werden.

 

Grüßen als Win-Win-Situation

Wohnen umfasst eben auch das Zusammenleben in einer Nachbarschaft. Mit ein wenig Einfühlungsvermögen, einem höflichen Umgang und einem freundlichen Grüßen gelingt dieses Zusammenleben mühelos und wird in den meisten Fällen zur Win-Win-Situation, wenn beispielsweise mal die Katze zu füttern oder die Waschmaschine in den 2. Stock zu transportieren ist.